Mai 2016: Generalprobe mit 9 Erwachsenen und einem Hund

Im Mai 2016 testeten wir das Haus unter realen Bedingungen: Neun Erwachsene aus vier europäischen Ländern und ein Hund lebten fünf Tage im Ferienhaus. Wir kochten und aßen, wanderten und feierten, schliefen und duschten, wuschen und faulenzten. Wir genossen die Zeit und fanden heraus, was noch verbessert werden könnte.

Als ich beschloss, aus dem Haus am Rursee ein Ferienhaus zu machen, hatte ich vor allem im Sinn, dass wir 1. keinen Ärger mit Mietnomaden haben würden (das hatten wir schon mal und brauchen wir nicht mehr), 2. wir selbst und unsere Kinder ab und an das Haus für Urlaub oder Feste nutzen können, und 3. zu Zeiten, in denen es leersteht, Renovierungsarbeiten durchführen lassen, um den Wert des Hauses zu erhalten oder zu vergrößern.

Der Mensch macht einen Plan …

Das "grüne" Badezimmer Im August 2015 ging ich mutig ans Werk, räumte aus, sortierte und plante. Wir nahmen einen Baukredit auf, denn zwei neue Badezimmer mussten her, ein paar Zimmer renoviert bzw. gestrichen werden und sicher auch ein paar Möbel, Matratzen, Handtücher und Küchenutensilien angeschafft werden. Der Röhrenfernseher im Wohnzimmer sollte einem Flachbildfernseher weichen und die meisten großen, schweren Möbel durch leichtere ersetzt werden.

Der Plan war eigentlich, zum Herbst 2015 die ersten Gäste zu beherbergen. Daraus wurde nichts, dann sollten es die Weihnachtsferien werden, dann die Osterferien … Eröffnet haben wir schließlich im Sommer 2016. Es ist immer mehr zu tun als man denkt.

Generalprobe mit vier Franzosen, zwei Belgiern, zwei Dänen, einer Deutschen und einem Hund im Mai 2016

Rursee
Mit der weißen Flotte über den Rursee
Generalprobe hatten wir jedoch im Mai: Wir luden eine internationale Freundesgruppe (Franzosen, Belgier und Dänen) ein, gemeinsam mit uns das Haus zu testen. Anfang Mai 2016, das Wetter war strahlend schön, verbrachten wir fünf wundervolle Tage in Heimbach und machten nicht nur unsere Freunde glücklich, sondern auch viel Werbung für die Eifel. Die hatten sie vorher gar nicht auf dem Schirm und alle, alle wollen wiederkommen.

Wie mit jeder Gruppe lernten wir auch mit unserer Testgruppe: Dass im Duschbad ein Halter an der Wand fehlt – wichtig für Kinder und für Gäste, die sich unsicher fühlen – und eine Ablage für Seife und Shampon. Dass Zimmerblumen Räume gemütlicher machen. Dass man nicht nur drei- oder viermal erklären muss, dass der Motor die Markise rausfährt, aber leider defekt ist und sie deshalb nicht zurückfahren kann, sondern dass man das eben so oft sagen muss, bis wirklich jeder es gehört hat – sonst muss man die Männer bitten, eine Leiter zu holen und die ausgefahrene Markise mühsam händisch zurückdrehen 🙁

Highlights: die Dusche, die Betten, der Garten

Rursee und Uferpfad
Der Dschungelpfad nach Heimbach im Abendlicht
Insgesamt erfuhren wir, dass das Haus für 9 Erwachsene und einen Hund ideal ist und alles bietet, was eine Gruppe braucht. Dass die ebenerdige Dusche parterre noch mehr Begeisterung hervorruft als die spritzwassergeschützte Duschwanne im ersten Stock. Dass vor allem Männer es genießen, eine Toilette mit weitem Gartenblick zu haben. Dass die Sofas im Wohnzimmer gerne mal zu einem Nickerchen genutzt werden und die Matratzen in den Betten so gut sind, dass keiner vor 9 Uhr aufstehen wollte. Dass man in Heimbach am Sonntagabend nach 20 Uhr nicht mehr ins Restaurant gehen kann, weil alle schon geschlossen sind – wohl aber in Hasenfeld. Dass eine Dampferfahrt über den Rursee auch 2016 noch so schön ist wie vor 20 Jahren, als ich das zuletzt genossen hatte. Dass eine Wanderung rund um den Untersee und durch den Dschungelpfad nach Heimbach sehr schöne Ausblicke bietet. Dass die Küche groß genug ist für 5 Köche und dass wir im Wintergarten einen zweiten Wäscheständer für die Terrasse platzieren sollten. Dass der Tisch im Wohnzimmer zu einem gemütlichen langen Esstisch ausgezogen werden kann und das abendliche Beisammensitzen dort mit viel Wein, Erzählen und Lachen richtig Spaß macht.

Gartenstühle und -TischNoch schöner war ein warmer Abend auf der Terrasse: Am Nachmittag war es dort zu heiß gewesen – die Markise sollte ja nicht herausgefahren werden -, aber abends ließ es sich hier gut aushalten. Der Ausblick in den großen Garten, die Ruhe, die nur durch unsere Gespräche gestört wurde, die gute Luft und die Aussicht auf den vor uns liegenden Sommer machten den Abend perfekt.

Am Ende unseres kleinen Urlaubs halfen die Freunde mir noch, das frisch eingetroffene Babybett und den Kindersessel aufzubauen. Die Generalprobe war perfekt und die letzten kleinen Hürden wurden gemeistert. Als ich das Haus Anfang Juli online anbot – mangels eigener Website zuerst auf FeWo-direkt – hatten sich nach wenigen Tagen die ersten drei Gruppen angemeldet und seitdem geht es Schlag auf Schlag. Und mit jeder Gruppe lerne ich wieder etwas dazu, davon werde ich hier noch berichten.

GitterbettchenUnd ja, der Motor ist längst repariert und kann jetzt die Markise nicht nur heraus-, sondern auch wieder hereinfahren.

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