Flutkatastrophe: Hasenfeld nicht betroffen

Heimbach und die Region sind glimpflich davongekommen

Alle haben die entsetzlichen Bilder gesehen von den gewaltigen Fluten, die Autos, Häuser, ganze Dörfer mit sich reißen. Auch der Rursee musste kontrolliert überlaufen, aber wir in Heimbach und dem Ortsteil Hasenfeld sind bei der Flutkatastrophe glimpflich davongekommen. Auch die tiefer gelegenen Ortschaften an der Rur haben zum großen Teil Glück gehabt.

Überlauf im Tosbecken bei Hasenfeld vor der Flutkatastrophe
Überlauf im Tosbecken bei Hasenfeld (Foto von 2017): Die Flutkatastrophe hat das Wasser steigen lassen, aber keine Häuser überschwemmt

Im Ferienhaus Faltmann war der schlimmste Schaden am Mittwoch, als wegen des Dauerregens der Kanal überlief und das Wasser in den Keller schwappte. Gottseidank hatten wir schlaue Feriengäste, die sofort die Ärmel hochkrempelten und mit Besen und Schrubbern das Wasser wieder hinausfegten. Wir dankten der tapferen Familie aus Angeren (Niederlande) mit einer Einladung zum Abendessen ins Haus Diefenbach, das sie am Freitagabend genossen haben.

Urlaub am Rursee? Jetzt erst recht!

Unsere zukünftigen Feriengäste konnten wir beruhigen: Die Flutkatastrophe ist vorbei und es gibt keinen Grund, nicht in der Rureifel Urlaub zu machen. Im Gegenteil: Die Infrastruktur in der Region ist durch eineinhalb Jahre Corona stark gebeutelt und wir alle freuen uns, wenn der Tourismus wieder in Gang kommt. Anders gesagt: Wenn die Tourist*innen jetzt wegen des Hochwassers nicht kommen, müssen noch mehr Geschäfte und Restaurants schließen. Das wäre fatal für die Region.

Die Wanderwege rund um den Rursee sind begehbar, die meisten Fahrradwege auch. Die Rurseeflotte wird wieder über den See fahren, die Strände sind offen und die Restaurants und Biergärten freuen sich auf Gäste. Auch wenn unser Mitgefühl bei den Menschen ist, die von der Flutkatastrophe getroffen sind: Es hülfe ihnen nicht, wenn wir jetzt alle dicht machen würden. Die Ferienwohnungen und Hotels haben alles für die Saison vorbereitet und den Gästen wird es in der Region an nichts fehlen. Einige Ausflugsziele und Wandervorschläge habe ich hier beschrieben.

Übrigens musste eine Gruppe aus Wittenberg, die ab Samstag für eine Woche kommen wollte, wegen der Flutkatastrophe stornieren: Weil sie Fahrrad fahren wollten und wegen der am Wochenende gesperrten Straßen erst am Montag hätten anreisen können, lohnte es sich für sie nicht, anzureisen. Wenn jemand spontan die Lücke füllen möchte: Ab Montag bis Samstag (5 Tage) ist das Ferienhaus plötzlich frei, danach gibt es wieder freie Tage im August.

Wir wünschen den Betroffenen der Flutkatastrophe viel Kraft und Hilfe

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Menschen im Ahrtal, in Schleiden und Monschau, in Stolberg und Kornelimünster, in NRW und Rheinland-Pfalz, in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, die wegen der Flutkatastrophe ihr Hab und Gut, ihr Haus oder gar ihre Angehörigen verloren haben. Wir wünschen ihnen ganz viel Kraft und Unterstützung, damit ihr Leben bald wieder lebenswert wird. Und wir hoffen, dass die Politik endlich begreift, dass ein Weitermachen auf dem bisherigen Weg unsere Klimakatastrophe noch verschlimmert und uns alle unglücklich macht.

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